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Mittwoch, 18. Juni 2014

Inspiration, was bist du?

Was ist eigentlich Inspiration? Ist Inspiration das Gefühl, dass mich kurz vor dem Einschlafen wieder aus dem Bett treibt? Weil sich ein Satz, der dringend aufgeschrieben werden möchte, so im Gehirn festgebissen hat, dass man ihn nicht mehr los wird?

Ihren Ursprung hat die Inspiration im Lateinischen – inspiratio. „Beseelt“, Einhauchen von Seele oder Geist (lat.: spiritus). Unter Inspiration, so Wikipedia weiter, versteht man „allgemeinsprachlich eine Eingebung, etwa einen unerwarteten Einfall“. Womit wir wieder bei der Idee wären, die sich an uns klammert und uns nicht mehr loslässt. Die kommt nämlich tatsächlich meist ziemlich überraschend. Sei es beim Einschlafen, Kochen, Duschen oder Autofahren. Ideen sind da nicht sonderlich wählerisch.

Mich hat die Inspiration beispielsweise letztens in einem kleinen kitschigen Hotelzimmer überkommen, als ich gerade auf der Suche nach einer Steckdose für mein Smartphone das Bett etwas verschoben habe. Zwischen Bett und Wand kam dabei eine Wollmütze zu Tage. „Leicht ekelhaft“, denkt ihr vielleicht jetzt. Zugegeben, das dachte ich auch erst. Dann wurde allerdings aus dem großen „Bäh!“ in meinem Kopf plötzlich die Idee für eine Geschichte. Die Geschichte dieser Mütze, die achtlos hinters Bett gefallen ist und dann vergessen wurde.

Um zurück zur Inspiration zu kommen: Die ist dann wohl ganz einfach der Stoff, der künstlerische Kreativität beflügelt. Und uns zum Arbeiten zwingt.

Sie ist der Hauch einer Idee. Und auch wenn diese noch so gut und schön ist, ohne die Arbeit des Inspirierten ist sie nichts.

Was mich jetzt nur noch interessieren würde… Was inspiriert euch denn so? was treibt euch an?

 


P.S.: Diesen Artikel habt ihr übrigens auch der Inspiration besagter Wollmütze zu verdanken.

Mittwoch, 29. Januar 2014

Ideenfindung – Oder: Worüber soll ich schreiben?


Vor jeder Kurzgeschichte, jedem Artikel und jedem Roman steht die Frage: „Worüber schreibe ich?“. Hinter dieser Frage steckt allerdings mehr, als man auf den ersten Blick vermuten mag - und zwar die grundlegende Frage, mit welchem Thema man seitenweise Papier füllen kann. Und das auch noch so interessant und spannend, dass der Leser nicht vor lauter Langeweile nach den ersten Sätzen wieder abbricht.
 
Lassen wir einfach mal das Schreiben eines Artikels außen vor. Hier ergeben sich nämlich die Themen in der Regel durch die Zielgruppe des Magazins, der Zeitung oder des Blogs. Sehr viel spannender wird diese Frage meiner Meinung nach beispielsweise bei einem Roman. J Was interessiert uns Menschen? Worüber lesen wir gerne? Ganz allgemein betrachtet lautet die Antwort wohl, dass wir gerne Liebesgeschichten lesen oder etwas über eheliche Katastrophen, Krimis oder auch mal Horrorgeschichten, die uns die Gänsehaut den Rücken raufkriechen lassen. Der Kern all dieser unterschiedlichen Genre ist allerdings immer ein handfester Konflikt, der den Leser fesselt!
 
Solche Konflikte gibt es viele! Sie gibt es beispielsweise…
 
… zwischen verschiedenen Personen - eine Familienfehde, ein Konflikt zwischen Vertretern verschiedener Ideologien oder auch zwischen dem Kommissar, der einen Mörder überführen muss usw.
… in einer Person – ein Mädchen, das Gewissensbisse bekommt, weil sie sich auf den Freund der besten Freundin eingelassen hat, ein Kind das weiß, dass es vor dem Essen nichts naschen soll und trotzdem etwas aus der Süßigkeiten-Schublade stibitzt usw.
 
Da man allerdings – und das zu Recht – ziemliche Probleme bekommen würde, wenn man aus dem Ehekrach der Nachbarn einen Roman macht und alle Personen ein zu eins übernimmt, lautet die große Frage: „Woher nehmen, wenn nicht stehlen?“.
 
Ganz einfach, man holt sich lediglich Inspirationen aus dem Alltag und schafft damit etwas Neues, etwas Eigenes! Überall erlebt man tagtäglich kleine Dramen oder romantische Liebesgeschichten… Man braucht einfach nur mit offenen Augen durch das eigene Leben zu gehen und Ideen zu sammeln.
 
Hier zum Abschluss noch ein paar Orte, an denen Inspiration lauert und man von Ideen überrascht werden kann:

  • Im Straßencafés
  • In Zoos
  • In Öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Im Gespräch mit Familie, Freunden, Kollegen, Nachbarn etc.
  • Im Auto
  • In der Dusche
  • Beim Einschlafen
  • Im Park
  • Beim Lesen
  • Und viele mehr